Historisches Denkmalschild am Lutzestift wieder angebracht

Foto 1 – Anbringen des Schildes
Das neu gefertigte Denkmalschild wird am Lutzestift in der Köthener Springstraße von Steffen Rogge mit Unterstützung von Hausmeister Cuno Reinhardt angebracht.

Das markante Gebäude der ehemaligen Lutzeklinik an der Springstraße in Köthen trägt wieder ein sichtbares Stück seiner Geschichte: Am 24. Februar 2026 wurde das historische Denkmalschild neu angebracht. Heute beherbergt das Lutzestift der Kanzler von Pfau’schen Stiftung neben dem Häuslichen Pflegedienst auch die Tagesstätte für seelisch beeinträchtigte Erwachsene.

Das ursprüngliche Schild, einst von Professor Propf gefertigt, galt seit längerer Zeit als verschollen. Zeitzeugen berichteten, dass zunächst noch Reste vorhanden gewesen seien, die jedoch irgendwann vollständig verschwanden. Umso größer war die Freude über die nun erfolgte Rekonstruktion.

Mit der Neuanfertigung wurde der Köthener Kunstmaler Steffen Rogge im Auftrag der Stadt betraut. Auf Grundlage alter Fotografien und Beschreibungen stellte er Gestaltung, Schriftbild und Zeichnung detailgetreu wieder her – eine besondere Herausforderung, da Rogge üblicherweise mit Schablonen arbeitet. Das neue Schild selbst wurde aus Eichenholz von der Tischlerei Großkopf gefertigt.

Zum Schutz vor Witterungseinflüssen erhielt das Schild – wie alle aktuell erneuerten Exemplare – ein sogenanntes Ableitblech, das eindringende Nässe verhindert. Der Schutz fällt heute etwas größer aus als bei älteren Ausführungen und soll die Lebensdauer deutlich erhöhen. Nach Einschätzung des Künstlers wird das Schild dank spezieller Lasuren sowie Öl- und Buntlackfarben rund 20 Jahre ohne Restaurierung auskommen.

Jährlich werden in Köthen acht bis zehn historische Schilder überarbeitet oder neu geschaffen. Insgesamt konnten bislang 24 Exemplare erneuert werden. Steffen Rogge, ursprünglich im Tischlerhandwerk ausgebildet, arbeitet seit rund 30 Jahren freiberuflich als Kunstmaler. Seine Werke prägen zahlreiche Gebäude in Köthen und Umgebung – im Innen- wie im Außenbereich. Auch im Lutzestift selbst ist eine kleine Galerie mit Arbeiten des Künstlers zu sehen, die während der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden kann.

Damit das neue Denkmalschild möglichst lange erhalten bleibt, hoffen Pflegedienstleiterin Iris Eberl und Steffen Rogge zudem auf eine gute Beleuchtung im Umfeld – denn gegen Vandalismus schützt selbst die beste Farbe nicht.

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