Innehalten und Trauern

Acht weiße Rosen und Grablichter für die Verstorbenen an der Grabstele der Stifterin der Kanzler von Pfau'schen Stiftung, Jeanette von Pfau, geb. Siegsfeld.

Acht Bewohner*innen starben innerhalb weniger Wochen im Pflegeheim „Jeanettestift“ durch bzw. an den Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Es geschah so schnell, teilweise unerwartet, dass keine Aussegnung möglich war, kein Abschiednehmen, nicht einmal Zeit für Trauer blieb übrig. Die Bewohner*innen waren von einem Tag auf den anderen einfach nicht mehr da. Sie fehlten plötzlich und sollten auch nicht wiederkommen!

So wie die Angehörigen unter diesen Bedingungen leiden, geht es auch den Mitarbeiter*innen in der Pflege. Ihnen fehlen der Raum und die Zeit, sich von den ihnen anvertrauten Personen verabschieden und den Angehörigen ein wenig zur Seite stehen zu können. Heimleiterin Harriet Ködelpeter und die beiden Pflegedienstleiterinnen, Iris Pfeifer (Jeanettestift) und Simone Track (Pfaustift), wollten daher für Ihre Mitarbeiter*innen ein Zeichen setzen und ein Abschiednehmen ermöglichen. Sie kauften Grablichter und weiße Rosen und luden auch Angehörige zu einer kleinen Gedenkveranstaltung in den Garten der Stiftung ein.

Im Dämmerlicht des 28. Januars läutete zuerst die Glocke der Stiftung, die Anwesenden, darunter auch Vorstand und zahlreiche Mitarbeiter*innen gedachten der Verstorbene*n und sprachen gemeinsam Psalm 23. Anschließend wurden die Grablichter angezündet – für jede*n Verstorbene*n ein Licht – und diese unter die Grabstele der Jeanette von Pfau gestellt. Dazu legten die Mitarbeiter*innen mit den Angehörigen die weißen Rosen.

Es war ein kleiner Abschied, in Trauer und stillem Gedenken. Aber es gab diesen einen Ort für alle, für den Schmerz und das Abschiednehmen. Und das war ein wichtiges Zeichen. Eine Wiederholung bleibt hoffentlich aus!

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.   (Psalm 23)

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